Stieglitz der Vogel des Jahres 2016

DStieglitzie Intensivierung der Landwirtschaft und die Bebauung von Brachflächen rauben dem  Stieglitz die Nahrungs- und Lebensgrundlagen. Mit seiner Wahl zum Vogel des Jahres 2016 wollen NABU und LBV den Strukturverlust in unserer Kulturlandschaft ins Blickfeld rücken. mehr

NABU Rodenberg unterstützt Bürgerinitiativen gegen Stromtrassenbau

Der NABU Rodenberg unterstützt die Bürgerinitiativen der Samtgemeinde Rodenberg gegen den Stromtrassenbau und wird sich hier aktiv beteiligen.
Freileitungsprojekte haben erhebliche,  dauerhafte Auswirkungen  auf die Gesundheit der Bevölkerung – sie bedrohen aber auch viele Tierarten. An deutschen Freileitungen sterben nach Schätzungen jährlich bis zu 30 Mio. Vögel.
Die geplante SuedLink-Trasse durch die Samtgemeinde Rodenberg und durch das Sünteltal bedroht vor allem die hier beobachteten Brutvorkommen von Schwarzstorch, Rotmilan und Uhu. Diese streng geschützten Arten würden durch den Bau einer neuen Stromtrasse weiter dezimiert werden. Die geplante Stromtrasse in Nord-Süd-Richtung wäre zudem ein erhebliches Hindernis für die Zugvögel und wandernde Fledermausarten.
NABU Rodenberg
Der Vorstand

Habicht der Vogel des Jahres 2015

HabichDer NABU und sein bayerischer Partner, der Landesbund für Vogelschutz, haben den Habicht zum „Vogel des Jahres 2015“ gekürt. Auf den Grünspecht folgt damit ein Greifvogel, der wie viele andere seiner Verwandten immer noch illegal verfolgt wird, obwohl die Jagd auf den Habicht seit den 1970er Jahren verboten ist. mehr

Winterfütterung für Vögel

Das Füttern von Vögeln zur Winterzeit hat eine lange Tradition. Es ist bei
vielen Vogelfreunden beliebt und ermöglicht es, die Tiere aus nächster Nähe
beobachten. So ist das Füttern nicht nur ein Naturerlebnis, sondern
vermittelt zudem Artenkenntnis. Das gilt besonders für Kinder und
Jugendliche, die immer weniger Gelegenheit zu eigenen Beobachtungen und
Erlebnissen in der Natur haben.

Der NABU empfiehlt deshalb die Vogelfütterung als einmalige Möglichkeit für
Naturerlebnis und Umweltbildung. Gleichzeitig sollte man die Vogelfütterung
nicht mit effektivem Schutz bedrohter Vogelarten verwechseln, da von ihr
fast ausschließlich wenig bedrohte Arten profitieren, die von der Natur so
ausgestattet wurden, dass ihre Bestände auch durch kalte Winter nicht
dauerhaft reduziert werden.

Wer die Vogelwelt dauerhaft schützen möchte, sollte vor allem seinen Garten
naturnah gestaltet und Nistmöglichkeiten bieten. Heimische Sträucher
anpflanzen, Nistkästen aufhängen und eine Blumenwiese statt eines Englischen
Rasens anlegen – damit hilft man den Vögeln am meisten.

Flyer_Voegelfuetterung

Exkursion in die Schillathöhle (November)

Schillat HöhleSchützenswerte Natur gibt es auch unter der Erdoberfläche – davon konnten
sich die Teilnehmer der Exkursion überzeugen. Unter fachkundiger Führung
konnten wir viel über die Entstehung der Höhle, die Gesteinsarten,
Mineralien, Tropfsteine und Fossilien erfahren.

Ein anschließender Imbiss diente nicht zur Stärkung, sondern auch zur
Diskussion über Naturbeobachtung und aktuelle Vorhaben.

Arbeitseinsätze auf den Grundstücken Grabeloh und Altenhagen II (September / Oktober)

Im Herbst wurden die Wiesenflächen auf beiden Grundstücke gemäht, um mit
einer möglichst kurzen Grasnarbe in den Winter zu gehen. Forschungen haben
gezeigt, dass so auf dem Grünland eine höhere Artenvielfalt entstehen kann.
Um das Biotop in Altenhagen noch strukturreicher zu gestalten, sollen
kleinere Bereiche entlang des Baches, die von Brennnesseln und hohem Gras
dominiert werden, in den nächsten Jahren nur einmal im Herbst gemäht werden.
Die Brennnesseln bieten Nahrung für viele Raupen, gleichzeitig haben wir
einige Nester von Laubsängern gefunden.
Auf der Streuobstwiese in Altenhagen wurden die Obstbäume und die
angrenzende Hecke gepflegt und ausgebessert, der Baumschnitt soll im Laufe
des Winters erfolgen. Zudem wurden alle Nistkästen kontrolliert und
gesäubert.

Der Grünspecht ist „Vogel des Jahres 2014“

131018-nabu-gruenspecht-ralph-martinDer NABU und sein bayerischer Partner, der Landesbund für Vogelschutz (LBV), haben den farbenprächtigen Grünspecht zum „Vogel des Jahres 2014“ gekürt. Auf den „Meckervogel“ 2013, die Bekassine, folgt damit der „Lachvogel“. Im Gegensatz zur vom Aussterben bedrohten Bekassine hat sich der Bestand des Grünspechts in Deutschland erholt: Er liegt derzeit bei über 42.000 Brutpaaren und damit mehr als doppelt so hoch wie vor 20 Jahren. mehr
 

Schwalbenprojekt des NABU Rodenberg

„Schwalben bringen Glück“, dieses Sprichwort zeigt deutlich, was diese elegant fliegenden Vögel für viele Menschen bedeuten.

Schwalben_01

Schwalben sind die wilden Vögel, die seit Jahrtausenden am dichtesten bei den Menschen leben. Leider haben sie es in unserer modernen Welt der asphaltierten Wege  und  zu Wohnungen oder Werkstätten umgestalteten Ställe immer schwerer, ihre Brut groß zu ziehen. So werden es immer weniger Schwalben, die mit uns in den Städten und Dörfern leben. In den fünfziger Jahren gab es in deutschen Dörfern und Städten noch ein Paradies für Schwalben. Nur wenige Wirtschaftswege und Straßen waren asphaltiert und so gab es reichlich nassen Lehm für den Nestbau. In den Ställen der vielen Bauern war auch für Schwalben reichlich Platz und sie waren sehr gern gesehen, denn sie vertilgten viele lästige Insekten.

Heute müssen Schwalben oft sehr weit fliegen, bis sie nassen Lehm für ihr Nest finden. Da kommt es dann schon mal vor, dass der Lehm während des Rückfluges trocknet und der Schnabel festklebt. Noch schlimmer ist es aber, wenn das gefundene Baumaterial dann doch nicht so gut klebt und schließlich das Nest mit Eiern oder sogar Küken herunterfällt. Die Zahl der Bauernhöfe ist in den letzten Jahrzehnten stetig zurückgegangen. In den großen Mastbetrieben gibt es moderne Entlüftungsanlagen, da wird kein Fenster für die Schwalben offen gehalten, damit diese zu ihren Nestern einfliegen können. Die Boxenlaufställe für Rinder sind sehr luftig gehalten, diese Form der Tierhaltung und des Stalls kommt bei den Schwalben wahrscheinlich eben wegen der Zugluft in den oberen Bereichen nicht an, d.h. sie nisten hier kaum. So werden die Pferdeställe, von denen es in den letzten Jahrzehnten immer mehr gibt, immer wichtiger insbesondere für die Rauchschwalben, die in den Ställen ihre Nester haben. Moderne Fassadenbeschichtungen verhindern häufig das Anhaften der Nester von den Mehlschwalben, die außen an Gemäuern nisten. Auch werden immer wieder ihre Nester aus Angst vor Verschmutzungen abgeschlagen, obwohl dies nach dem Naturschutzrecht verboten ist. Die NABU- Ortsgruppe Rodenberg will den Schwalben helfen. So sollen bis zu 50 Nisthilfen für Mehlschwalben in der Samtgemeinde verteilt werden. Die Ortsgruppe Rodenberg will auch Tipps zur Anbringung der Kunstnester geben oder dabei helfen. Bei Bedarf sollen Kotbretter ausgegeben werden, damit Verunreinigungen an den Fassaden weitgehend vermieden werden.

Der NABU Rodenberg bitte alle Interessierten, sich möglichst bis zum 15.Mai 2013 telefonisch (01575/ 9 21 21 22) oder per E-Mail (mail@nabu-rodenberg.de) zu melden. Die Vergabe der Nisthilfen soll anschließend nach Absprache erfolgen.

Außerdem läuft über den Landesverband des NABU Niedersachsen das 3-jährige Projekt  „ Schwalben willkommen in Niedersachsen“. Auf der Webseite des NABU Niedersachsen finden Sie viele Möglichkeiten inkl. Bauanleitungen, wie Sie den Schwalben vor Ort helfen können sowie weiterführende Informationen (http://niedersachsen.nabu.de/aktionen/schwalben/).

Anleitung Kotbrett

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Treffen der Kindergruppe und Jugendgruppe auf dem NABU Grundstück „Grabeloh“

KG_20-04-2013Endlich ist der Frühling da! Am 20.04.13 trafen wir uns auf dem NABU-Grundstück am Grabeloh und sofort wurden die Molche im Teich von den Kindern begrüßt. Mit Keschern wurden die verschiedensten Arten herausgeholt und von allen bestaunt. Die meisten hatten gelb-orangefarbene Bäuche, aber es gab auch andere, die viele Punkte aufwiesen oder welche mit Punkten und gelbem Bauch. Auch waren einige dabei, die einen Schwanz hatten, der an Wasserpflanzen erinnerte. Schließlich wurden die Molche wieder vorsichtig ins Wasser gelassen, hier ist ihr Element und hier fühlen sie sich am wohlsten. Dann gab es die Aufgabe, aus mitgebrachtem Wasser, das mit Erde und Blättern verdreckt war, wieder sauberes Wasser zu gewinnen. Die Kinder teilten sich in 2 Gruppen auf. Es gab für jede Gruppe eine Menge Pflanztöpfchen, Sand, Kies, ein weiteres großes Wasserglas und nur einen (!) Kaffeefilter. Alle Kinder waren eifrig bei der Sache und nach vielen Mühen war das Wasser tatsächlich hinterher viel sauberer. Trinken wollte aber keiner davon. Die Kinder halfen Fritz und Rolf beim Ausheben der Feuchtstellen und traten den Damm fest, der das Wasser hier halten soll. Gemeinsam streiften wir über das Grundstück und renovierten das Insektenhotel, das die Kinder vor 3 Jahren gebaut hatten.